transpersonale Psychotherapie und Begleitung

Marianne (Maria-Anne) Gallen transpersonal-psychologische Psychotherapeutin

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Vor über 20 Jahren (1993/94) bin ich selbst durch eine heftige Kundalini-Krise in mystische Erfahrungswelten eingetaucht. Damals war ich zunächst völlig allein mit meinem Erleben und konnte auch in den ersten Jahren keine passende Begleitung für mich finden. Bücher wurden in dieser Zeit zu meinen wichtigsten Wegbegleitern. Unermüdlich studierte ich in ihnen vor allem persönliche Berichte über Transformations-Prozesse und ihre Deutungen. Später veröffentlichte ich auch selbst solche Berichte im Internet.

Die »Spirituelle Krise«

Ganz am Anfang schon, begegnete ich dabei dem Begriff der »spirituellen Krise«, zu dem es gerade die ersten Veröffentlichungen aus Amerika gab. Vor allem das Ehepaar Stan und Christina Grof hatten gerade zwei Bücher dazu veröffentlicht, die mir Mut in meinen eigenen Erfahrungen machten: Hier wurden schwierige psychische und körperliche Erfahrungen in einen Deutungs-Zusammenhang gebracht, der sie nicht als »psychische Krankheit« betrachtete, sondern als Ausdruck einer stürmischen Entwicklungserfahrung. Da ich mich selbst – auch in den »dunkelsten Nächten« – niemals als »krank« erlebte, war ich dankbar für dieses Konzept. 

Schon nach dem ersten Eintauchen in die tiefe Leere jenseits aller Vorstellungen eines getrennten Ichs, begriff ich mein persönliches Sein und Werden als Erscheinungsweise eines einheitlichen Bewusstseins. Alle Reibungen und Turbulenzen, die durch dieses Erkennen im Inneren und Außen entstanden, erlebte ich als Ausdruck eines tiefgreifenden Wandlungsprozesses, dem ich mich anvertrauen konnte.

Achtsamkeit

Noch bevor mir die buddhistische Achtsamkeits-Lehre vertraut wurde, praktizierte ich »Focusing«. Das ist eine körperorientierte (Selbst-)Begleitungs-Methode, bei der das »Hineinspüren« in die »gefühlte Bedeutung« (den »felt sense«) im Mittelpunkt steht. Durch diese Art der Selbstaufmerksamkeit, können wir den eigenen »Selbst-Prozess« in seiner Entfaltung unterstützen und immer wieder neue stimmige Schritte für uns finden.

Diese Praxis, die nicht nur im therapeutischen Bereich, sondern auch in alltäglichen Situationen anwendbar und hilfreich ist, führte mich weiter zur buddhistischen Psychologie und verschiedenen Formen buddhistischer Meditationspraxis. Vor allem im Theravada-Buddhismus (Jack Kornfield) und in der tibetanischen Chöd-Praxis fand ich für mich ergänzend noch einige nützliche Tools und Konzepte, mit denen sich natürliche Wandlungs-Prozesse unterstützen lassen.

Lehrer oder Gurus, die mir sagten, wo der Weg lang geht, brauchte ich auf diese Weise nie und ich verstehe mich auch selbst nicht als »spirituelle Lehrerin«. Auf dem Weg wird jeder Suchende nach meinem Verständnis zutiefst von innen geleitet und professionelle Begleiter sind dann unterstützend und hilfreich, wenn sie achtsam mit dieser »inneren Führung« in Resonanz gehen können.

Weg-Begleiter(innen)

Erst nach Jahren einsamen Suchens eröffnete mir das Internet die Möglichkeit, meinen Kommunikationsradius zu erweitern und es tauchten in meinem Leben erste Weg-Begleiter(innen) auf, mit denen ein Erfahrungsaustausch möglich war. Für mich begann damit eine wesentliche neue Etappe: Es gab endlich eine spirituelle Peer-Group, eine Möglichkeit des Miteinander- und Voneinander-Lernens. Eine persönliche professionelle Begleitung für mich, fand ich in dieser Zeit auch.

Aus dem Bedürfnis nach Austausch und gegenseitiger Unterstützung entstand die »Netzwerk-Initiative Spirituelle Krisen und Transformation«, eine Gruppe, die sich über einige Jahre hinweg regelmäßig traf und gemeinsame Retreats organisierte. Einige Mitglieder dieser Initiative boten auch ehrenamtliche Beratung und Begleitung auf Selbsthilfe-Basis an.

Professionelle Begleitung

Auf dem Hintergrund dieser eigenen Erfahrungen und meinen psychotherapeutischen Ausbildungen, biete ich heute im Rahmen meiner transpersonal-psychotherapeutischen Praxis professionelle Beratung und Begleitung in spirituellen Krisen und Transformationsprozessen an. Es liegt mir am Herzen, die Besonderheiten dieser Wandlungserfahrungen zu würdigen und ihnen in Absprache mit meinen Klient(inn)en einen geeigneten Entfaltungsraum zur Verfügung zu stellen.

Nicht immer ist dabei eine psychotherapeutische Vorgehensweise (Heilarbeit) angesagt. Je nachdem, auf welchen Ebenen der Prozess sich gerade bewegt, können deutlich unterschiedliche Unterstützungs-Bedürfnisse auftauchen. Es gibt Phasen, in denen das hingebungsvolle Eintauchen in die feinstofflichen Bewusstseinsebenen von der natürlichen Entwicklung her dran ist und andere, in denen Traumas bearbeitet werden müssen. Manchmal geht es auch einfach nur darum, in der spirituellen Dimension des Prozesses erkannt und gespiegelt zu werden. Im gemeinsamen Hinspüren und Einlassen auf den individuellen Prozess wird das deutlich.

Türkenfeld, im Mai 2016

Marianne (Maria-Anne) Gallen

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